Die schlimmste Erinnerung meiner Kindheit ist der Cooper-Test in der Schule. Zwölf Minuten joggen ohne Pause – es war mein Tod. Tod ist für Menschen meistens nicht so gesund, deswegen habe ich mich irgendwann dazu entschieden, das mit dem joggen zu üben. Aus zwölf Minuten wurden zwanzig, aus 10 Metern 10 Kilometer, dann der Halbmarathon und irgendwann der ganze Marathon. Meine zwei größten Erkenntnisse daraus: es gibt ca. 86 verschiedene Ausreden, nicht laufen zu gehen, ich habe alle davon getestet. Und zweitens: ja, man kann vom Laufhasser zum Marathonläufer werden.

Mein Ziel ist es, möglichst viele Menschen vom Laufsport zu begeistern, denn laufen ist toll! Es schließt niemanden aus, weil man dafür keine wahnsinnig teuren oder schwer zu erlernenden Hilfsmittel benötigt – zwei Beine und ein paar Sportschuhe reichen für den Anfang völlig aus. Es ist gesund, baut Stress ab und setzt Endorphine frei – wer einmal das „Runner's High“ erlebt hat, das Hochgefühl beim Laufen, wird für immer laufen wollen. Und: laufen geht auch gut zu zweit oder in der Gruppe, so motiviert man sich gegenseitig und erreicht zusammen neue Ziele.

Um Menschen die Angst vorm Laufen zu nehmen und ihnen eine Plattform zu bieten, sich zu informieren, auszutauschen und zusammenzufinden, habe ich „Running Gags“ gegründet.

Mein erster Marathon, 2012

"Man munkelt, es sei der einzige Sportkanal auf Instagram, der komplett ohne Rabattcodes für Detox-Tee, Bauch-Beine-Po-Videos und Matcha Latte-Rezepte auskommt..."

Über 10.000 Mitglieder sind schon dabei, viele von ihnen haben sich in ihren Wohnorten zu Laufgruppen zusammengeschlossen und zeigen damit, worum es bei „Running Gags“ geht: offline wird gelaufen, online darüber geredet.

So auch beim „Running Gags Coronathon“, einem virtuellen Marathon für alle Running Gags-Mitglieder, der die durch Corona ausgefallenen Laufveranstaltungen ersetzen soll.

Am 31. Mai 2020 fällt um 10 Uhr der Startschuss und dann geht’s los. Egal wo auf der Welt, egal über welche Distanz, egal ob Anfänger oder Leistungssportler – die Running Gags laufen zusammen! Über den Strava-Laufclub können die Strecken und Ergebnisse miteinander geteilt werden, jedoch nur für das Zusammengehörigkeitsgefühl, denn es geht weder darum, der/die Beste zu sein, noch darum, andere hinter sich zu lassen. Trotzdem gibt es natürlich das, was zu einem echten Wettkampf dazugehört: eine Startnummer und eine Urkunde! Nur laufen müsst ihr selbst... Auf die Plätze – fertig – GO!

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